Großer Erfolg für die Minority SafePack-Initiative - mehr als 1,2 Millionen Unterschriften gesammelt
04.04.18

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Pünktlich um Mitternacht des 3. April endete die Unterschriftensammlung für die europaweite Bürgerinitiative für die Stärkung der Minderheiten- und Volksgruppenrechte mit dem Ziel eines stärkeren und besseren Minderheitenschutzes unter dem Dach der Europäischen Union.
Besonderer Dank gilt hierbei der Leitung der Föderalistischen Union europäischer Nationalitäten unter der Führung des ehemaligen Präsidenten Hans Heinrich Hansen, Angehöriger der deutschen Minderheit in Dänemark, und des neuen Präsidenten Lórant Vincze von der ungarischen Minderheit in Rumänien. Beide waren an der Planung und Realisierung dieser europäischen Bürgerinitiative federführend beteiligt, die vor genau einem Jahr, am 3. April 2017 gestartet war. In allen Ländern Europas gibt es Volksgruppen und nationale Minderheiten, denen insgesamt rund 50 Millionen Menschen angehören, und würden diese alle gemeinsam in einem Staat leben, so wäre es einer der größten Europas. "Diese Minderheitenangehörigen sind die besten Europäer", betonte der ehemalige FUEN-Präsident Hans Heinrich Hansen in der Pressekonferenz in Flensburg, wo die Organisation ihren Sitz hat. Der aktuelle Präsident Lórant Vincze erklärte, dass diese über 1,2 Millionen gesammelten Unterschriften für das Minority SafePack ein klarer Auftrag an die FUEN sind, mit der Europäischen Union in den Dialog zu treten, um die Forderungen des Minority SafePack zur Stärkung der Minderheiten- und Volksgruppenrechte in konkreten Maßnahmen und Regelungen umzusetzen.

"Als Koordinatorin der Österreich-Plattform dieser Bürgerinitiative danke ich herzlichst allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich in zahlreichen Aktionen und bei unzähligen Veranstaltungen, sowohl drinnen als auch unter freiem Himmel für diese Initiative eingesetzt und Unterschriften gesammelt haben. Trotz der großen Freude über die erreichte Unterschriftenzahl und trotz der großen Hoffnungen, dass es nun zu einem positiven Umbruch und Aufbruch zugunsten der europäischen Minderheiten und Volksgruppen kommen könnte, muss aber auch kritisch angemerkt werden, dass wir es in Österreich die Schwellenzahl von 13.500 leider nicht geschafft haben. Die etwas mehr als 9.000 Unterschriften (online) zeigen, dass diese Initiative einerseits noch ein wenig mehr Zeit gebraucht hätte, andererseits aber, dass es weder unter den Volksgruppenangehörigen selbst, noch bei der Mehrheitsbevölkerung ein Bewusstsein dafür gibt, wie positiv Minderheiten und Volksgruppen die Länder prägen. Denn sie sind nicht nur ein Reichtum und Beitrag zur kulturellen und sprachlichen Vielfalt, sondern sie übernehmen oft auch Brückenfunktionen zu anderen Ländern und Staaten.
Daher könnte und sollte dieses Nicht-Erreichen in Österreich auch ein Impuls für die Minderheitenorganisationen und -vereine sowie die zahlreichen Volksgruppenfunktionäre sein, sich der Stärkung des Selbst-/Bewusstseins zu widmen und der Mehrheitsbevölkerung zu zeigen, welch sprachlichen und kulturellen Reichtum die jeweiligen Volksgruppen bringen.
Ich bin davon überzeugt, dass dies auch ein Impuls für die Volksgruppen in Österreich sein könnte, sich um eine gemeinsame Plattform zu bemühen, mit der dieser neue Aufschwung in Europa vor allem für eine positive Entwicklung der Volksgruppen in der gemeinsamen Europäischen Union im Sinne eines Europa der Regionen genutzt werden kann", sagte Gabriela Novak-Karall als Sprecherin des österreichischen Komitees der MSPI-Kampagne.



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